Weniger verschwenden, bewusst genießen: Six Senses schließt sich der UN-Initiative "Recipe of Change" an
- Faust Concept PR
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Six Senses ist der internationalen Initiative „Recipe of Change“ beigetreten, die vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) und UN Tourism ins Leben gerufen wurde. Ziel der Initiative ist es, die Tourismusbranche in einem gemeinsamen Engagement zu vereinen, um die weltweite Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu halbieren. Mit seiner Beteiligung bringt Six Senses jahrzehntelange Erfahrungen und praxisbewährte Lösungen ein und fördert den offenen Austausch mit Gästen, Partnern und Branchenkollegen. Damit setzt die Hotelmarke ein weiteres Zeichen gegen ein globales Problem: Noch immer wird nahezu ein Drittel aller produzierten Lebensmittel nie verzehrt*.

Nachhaltigkeit als Haltung, nicht als Trend
Seit seiner Gründung Mitte der 1990er-Jahre versteht Six Senses Nachhaltigkeit als festen Bestandteil seiner Unternehmensphilosophie. Heute prägt dieser Ansatz alle derzeit 27 Resorts und Hotels weltweit, die eng mit lokalen Umweltorganisationen zusammenarbeiten. Ob Küchenchef, Gärtner, Spa-Manager, Housekeeping-Team, Imker, Botaniker oder Meeresbiologin – bei Six Senses trägt jeder Einzelne dazu bei, nachhaltige Konzepte im Alltag erlebbar zu machen.
Besonders sichtbar wird dieser Anspruch im kulinarischen Leitbild „Eat With Six Senses“. Die Philosophie basiert auf natürlichen Zutaten, regionaler Herkunft und nachhaltigen Beschaffungswegen – nach dem Prinzip: Weniger ist mehr. Ziel ist es, Gästen eine bewusste Verbindung zu Lebensmitteln zu ermöglichen und ihnen die Gewissheit zu geben, dass jedes Gericht sowohl ihrer Gesundheit als auch der Umwelt zugutekommt.
„Die Reduzierung von Lebensmittelabfällen ist für uns ein fortlaufender Prozess, der in allen unseren Hotels und Resorts weltweit gelebt wird und sich kontinuierlich weiterentwickelt“, erklärt Jeff Smith, Vice President Sustainability bei Six Senses. „Sie beginnt lange bevor ein Gericht auf den Teller kommt und zeigt eindrucksvoll, wie eng Nachhaltigkeit und Gastfreundschaft miteinander verbunden sind. In den vergangenen 30 Jahren haben wir ein tiefes Verständnis dafür entwickelt, welche Maßnahmen in der Praxis wirksam sind – von ressourcenschonenden, pflanzenbasierten Menükonzepten über transparente Lieferketten bis hin zur Rückführung wertvoller Nährstoffe in den Boden. Die Initiative ‚Recipe of Change‘ von UNEP und UN Tourism steht für genau die Art von gemeinschaftlichem Handeln, die es braucht, um echte Fortschritte zu erzielen. Wir freuen uns, Teil dieser Bewegung zu sein und gleichzeitig von den Erfahrungen anderer zu lernen.“
Ein ganzheitliches Verständnis von Ernährung
Seit 2017 verfügen alle Six Senses Resorts über sogenannte Earth Labs – interaktive Lern- und Erlebnisräume, in denen Gäste und Mitarbeitende Nachhaltigkeit auf praktische und inspirierende Weise erleben können. Hier entstehen aus natürlichen Reststoffen unter anderem Lippenbalsame, eingelegtes Gemüse oder Kompost für die hauseigenen Gärten.
Auch hinter den Kulissen werden Lebensmittelabfälle konsequent reduziert. In den Küchen werden Abfallmengen täglich erfasst und analysiert. Produktionsmengen orientieren sich an aktuellen Belegungszahlen, Speisekarten werden kontinuierlich angepasst, und Gerichte mit geringer Nachfrage gezielt ersetzt. Ergänzt wird dies durch kleinere Kochchargen und standardisierte Portionsgrößen. Das Ergebnis: In den Mitarbeiterrestaurants von Six Senses Vana fällt inzwischen überhaupt kein Lebensmittelabfall mehr an.

Kreative Lösungen von der Wurzel bis zur Spitze
In allen Küchen gilt ein einfaches Prinzip: Nichts verschwenden. Jede Zutat wird möglichst vollständig genutzt – sei es in der Küche oder als Teil der Gestaltung. Mit der internen Initiative „Scrap Challenge“ fördert Six Senses kreative Ideen und nachhaltige Innovationen aus den eigenen Teams heraus.
In Bali und Thailand findet beispielsweise jede Komponente einer selbst angebauten Ananas Verwendung – vom Frühstückssaft bis zur dekorativen Tischgestaltung. Kerne von Papayas, Mangos und Avocados werden zum Keimen gebracht und als lebendige Dekoration genutzt. Selbst Kaffeesatz erhält ein zweites Leben: Er wird entweder kompostiert oder mit Kokossubstrat vermischt und in die Herstellung von Esstischen integriert.
Im omanischen Six Senses Zighy Bay, wo rund 80 Prozent aller organischen und glasbasierten Abfälle vor Ort recycelt oder wiederverwendet werden, entstehen aus monatlich 84 Kilogramm Zitrusschalen kandierte Garnituren und kleine Willkommensgeschenke für Gäste.
Im Six Senses London verwandelt ein eigenes Fermentation Lab vermeintliche Küchenreste in hochwertige Produkte wie Sauerkraut, Kimchi, Joghurt oder Kefir. In speziellen Workshops erhalten Gäste zudem Einblicke in die Kunst der Fermentation und lernen, wie sich Lebensmittel haltbar machen und geschmacklich veredeln lassen.
Auch bei den Lieferketten setzt Six Senses neue Maßstäbe: Für die Küchen des Six Senses Rome ernten lokale Landwirte ausschließlich auf Bestellung und liefern noch am selben Tag in wiederverwendbaren, plastikfreien Verpackungen. In London wird Milch in Mehrwegbehältern angeliefert, während Kaffee per Segelschiff transportiert wird.
Vom eigenen Feld direkt auf den Teller
Viele Six Senses Resorts verfügen über eigene Landwirtschaftsprojekte oder arbeiten mit benachbarten Betrieben zusammen. Die dort erzeugten Lebensmittel versorgen nicht nur die Hotels, sondern dienen zugleich als Plattform für Wissensaustausch rund um regenerative Landwirtschaft und ganzheitliches Wohlbefinden.
Das Six Senses Zighy Bay bewirtschaftet in der nahegelegenen Region Dibba einen rund 7.300 Hektar großen Bio-Betrieb. Die Farm Can Tanca des Six Senses Ibiza hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt für die lokale Gemeinschaft entwickelt. Im Six Senses Ninh Van Bay wiederum kombiniert die Initiative Solar FreshCuts Gemüseanbau mit erneuerbarer Energie: Der Hotelgarten befindet sich unter 800 Solarpaneelen – ein Konzept, das vom Global Forum on Human Settlements mit dem Preis „Global Low-Carbon Scenic Spot“ ausgezeichnet wurde.
Auch kleinere Projekte zeigen große Wirkung. Die Farm on the Hill im Six Senses Samui entstand ursprünglich, um organische Abfälle, Grauwasser und nährstoffarme Böden sinnvoll zu nutzen. Heute liefert die Farm Bio-Eier, Ziegenmilch und frisches Gemüse für das Resort und schafft zugleich Mehrwert für die lokale Bevölkerung.

Im Meer rund um die Malediven engagiert sich das zehnköpfige Team von Meeresbiologen im Six Senses Laamu gemeinsam mit Behörden und Fischern für nachhaltige Fangmethoden und den Schutz mariner Ökosysteme.
Gemeinsam Wirkung erzielen
Über die eigenen Häuser hinaus engagiert sich Six Senses weltweit mit lokalen NGOs, Schulen und Gesundheitseinrichtungen, um den Zugang zu sauberem Wasser, Bildung und weiteren grundlegenden Ressourcen zu verbessern.
Die Hotelgruppe gehört zudem zu den ersten Unterzeichnern der Global Tourism Plastics Initiative von UNEP und UN Tourism und arbeitet mit Organisationen wie der United States Coalition on Sustainability sowie SustainChain™ zusammen.
Sheila Aggarwal-Khan, Direktorin der UNEP-Abteilung für Industrie und Wirtschaft, erklärt: „Wir begrüßen das Engagement von Six Senses, sich der Initiative ‚Recipe of Change‘ anzuschließen und die Reduzierung von Lebensmittelabfällen im Tourismussektor aktiv voranzutreiben. Lebensmittelverschwendung ist sowohl eine ökologische als auch eine wirtschaftliche Herausforderung, die grundlegende Veränderungen erfordert. Da sie für bis zu zehn Prozent der weltweiten Treibhausgasemissionen verantwortlich ist, kommt der Tourismusbranche eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung und Umsetzung wirksamer Lösungen zu. Mit ‚Recipe of Change‘ gehen die Beteiligten den nächsten Schritt – von der Selbstverpflichtung hin zur konkreten Umsetzung durch Messung, praktische Maßnahmen und die Einbindung der Verbraucher. Dieses gemeinsame Handeln ist entscheidend, um das Ziel einer Halbierung der globalen Lebensmittelverschwendung bis 2030 zu erreichen.“
Heute erfassen alle 27 Six Senses Hotels und Resorts in 20 Ländern ihre ökologischen und sozialen Auswirkungen – sowohl innerhalb als auch außerhalb der eigenen Betriebsgrenzen. Dieser ganzheitliche Ansatz hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Gruppe nach den Standards des Global Sustainable Tourism Council (GSTC) zertifiziert wurde.










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